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Bad
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Lange Jahre war die Hochglanzfliese der bestimmende Wand- und Bodenbelag im Bad. Das war vor allem der Notwendigkeit geschuldet, schnell und möglichst preiswert wasserfeste Beläge zu erstellen. So hat es sich gerade in der Zeit des Wiederaufbaus ergeben, dass Fliesen als Massenware millionenfach produziert und verarbeitet wurden. Jedes Jahrzehnt lässt sich noch heute an älteren Bädern ablesen. Blaues Schnörkeldekor auf weissem Grund, gefolgt von den Pastellfarben eines Trabant, einem knalligem Orange der 70er Jahre und wieder zurück zu Ocker- und Braun... auch das schlichte Weiss, ob strahlend oder etwas gedeckter, hatte stets seinen Platz bei der Gestaltung von Sanitärbereichen.
Edle Natursteine blieben denen vorbehalten, in deren Budget Raum für die teuren Naturbaustoffe war. Heute sind Natursteine, Dank rationellerer Fertigungsmethoden und günstigen Importen aus Aller Welt, preiswerter geworden. Auch hat die Badeinrichtung an Bedeutung gewonnen. Badezimmer sind heute oft wesentlich grösser als noch vor wenigen Jahrzehnten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Nutzer hat zugenommen, Bäder erfüllen heute umfangreiche Aufgaben. Sie wurden zu Orten der Entspannung, zu wahren Wellnessoasen mit Sprudelwanne oder gar einem Wirlpool, mit Dampfbad oder Sauna, Wärmelampen und ausgefeilter Lichttechnik. Das schlägt sich auch in den vorgesehenen Budgets nieder, die für diesen Bereich schon bei der Planung vorgesehen werden.
Hochglanz soweit das Auge reicht, gilt als einfallslos und ist es wohl auch. Eine geschickte Kombination aus Materialien mit unterschiedlichen Effekten geben jedem Bad einen individuellen Charakter. Moderne Fliesen zeigen derzeit Strukturen, in denen sich matte und glänzender Oberflächen abwechseln. Übergänge zwischen polierten Natursteinen und matten gesägten oder gebürsteten Oberflächen geben dem Raum Struktur. Quarzite sorgen für natürliche Farben mit gleichzeitiger Tiefenwirkung der Materialien, Naturschiefer wird sowohl spaltrau als auch glanzpoliert zur Schaffung gemaserter Strukturen verwendet.

Wand- und Bodenbelag - Naturschiefer
Auch Marmor kehrt zurück ins Bad. Der edle, meist in polierter Oberfläche verarbeitete Baustoff war schon in den Badeanstalten der Antike und des Alten Rom beliebt. Das Problem eventueller Auslösungen durch Wasser und Reinigungsmittel besteht immernoch, ist aber mittels guter Versiegelungen in den Griff zu bekommen. Generell lässt sich Marmor aber in den Bereichen, die dem Wasser nicht dauerhaft und unmittelbar ausgesetzt sind bestens verwenden. Die Auswahl anderer Natursteine für Nassbereiche ist vielfältig, so dass für jeden Geschmack sich das passende finden lässt.

Schwimmbad mit grünem Naturschiefer
Naturstein ist keine Mode. In allen Epochen kamen Natursteine zur Verwendung. Die kunstvollen und kostbaren Kacheln oder Faïencen waren ebenso stilbildende Elemente in klassischen Bädern, haben aber mit dem Massenprodukt der Keramikfliese nur auf den ersten Blick optische Gemeinsamkeiten.

Die Verarbeitung von Naturstein war stets aufwendig und kostspielig. Heute sind diese Materialien in den verschiedensten Standardgrössen verfügbar. Das vereinfacht die Verarbeitung und ermöglicht die Verwendung von Naturstein auch dem Selbstbauer.