andere Themen
Edelsteine
Hauptseite Dachschiefer
Edelsteine sind seltene Schmucksteine, die eine grosse Härte aufweisen.

Bei der Härtebestimmung liegt die Mohshärteskala zugrunde, eine Klassifizierung nach Carl Friedrich Christian Mohs, der zu Anfang des 19. Jahrhunderts gängige mineralische Stoffe nach deren gegenseitigem Abrieb sortierte und in einer Skala von 1 bis 10 einordnete.
Es handelt sich bei diesen Härtegraden um keine absoluten Werte, die Skala ist auch nicht linear.
Die Einordnung als Edelstein setzt einen Härtegrad von 7 oder mehr voraus.

Talk liegt in der Mohsskala als Beispiel für den Wert 1 zugrunde. Das Referenzmineral ist somit der Stoff mit der geringsten Härte und kann mit dem blossen Fingernagel geritzt werden.
Talk ist wasserabweisend und fühlt sich etwas seifig oder fettig an, daher wird das Mineral auch als Speckstein bezeichnet.
Industriell wird Talk in fein gemahlener Form unter anderem als Füllstoff in der Papier- und Zellstoffindustrie verwendet. In der Farben- und Lackherstellung, bei der Produktion und Verarbeitung von Gummi- und Kunststoffprodukten dient Talk als Trennmittel zwischen Gummiteilen wie Dichtungen oder Reifenschläuchen. Talk verhindert das Verkleben zwischen Kautschukteilen und anderen Latexprodukten. Auch in der Keramikherstellung wird Talk verwendet.

Gips und Halit ( umgangssprachlich auch als Steinsalz ) bezeichnen die Refernzklasse 2. Ebenfalls mit dem Fingernagel ritzbar, eber dennoch erkennbar härter als die Klasse 1.
Halit wird als Natriumchlorid in Form von Speisesalz oder Streusalz verwendet. Steinsalz wird in Salzbergwerken gebrochen oder durch Laugung ( Auslösung in Kavernen) gewonnen. Im Österreichischen Salzkammergut  liegen ebenso bekannte Lagerstätten wie in Deutschland unter dem Neckartal bei Heilbronn, wo die Gewinnung des Minerals auch eine tradidionelle hohe wirtschaftliche Bedeutung hat.

Bauen
Architektur
Baustoffe
Solartechnik
Einrichtung
Küche
Bad
Kamin
Grill
Garten
Natur
Ökologie
Hunsrück

Mineralien
Schieferregionen
Touristik

Calcit oder auch Kalkspat definiert die Härte 3. Festgelegt wurde der Grad mittels einer Kupfermünze, mit der sich Calzit ritzen lässt.
Die calcithaltigen Gesteine Marmor, Kalkstein und Onyxmarmor sind beliebte und hochwertige Baumaterialien. Sie sind sehr dekorativ und finden besonders im Innenausbau Verwendung. Das Material ist säureempfindlich und eignet sich daher nur bedingt für den Ausseneinsatz.
In Terrarien wird gerne Calzitsand verwendet, da diese Sande im Gegensatz zu Quarzsand verdaulich sind und somit für Reptilien unschädlich.

Der Fluorit oder Flussspat vertritt die Härteklasse 4. Er lässt sich mit einem gewöhnlichen Messer ritzen.
Fluorit in Reinform ist farblos und transparent, bei Spuren von Seltenerdelementen können sich dennoch fast alle Farben, wenn auch teils in nur schwacher Intensität, zeigen. Weiterhin treten Farbveränderungen nach Bestrahlungen oder Hitzebehandlung ein, was diesem Mineral eine besondere Eignung zur Erstellung von Imitaten gibt.
   
Diese Eigenschaften werden auch industriell genutzt. Die Eignung als Flussmittel in der Metallverarbeitung gab dem Fluorit den Beinamen Flussspat.
Apatit oder Mangan geben die Referenz für die Klasse 5.  Die Härte entspricht der von Zahnschmelz. Das Material ist mit einem gewöhnlichen Messer gerade noch zu ritzen. Apatit ist ein wirtschaftlich bedeutendes Erz zur Gewinnung von Phosphor , als Ausgangsstoff für  Düngemittel und Phosphorsäure für Chemische Prozesse. Die Medizintechnik verwendet Apatit bei Knochenimplantaten. Mangan ist wegen seiner werkstoffverbessernden Eigenschaften in der Metallverarbeitung unverzichtbar. Die Metallindustrie ist daher grösster Abnehmer der Manganproduktion.

Die nächsthöhere Härte definiert der Orthoklas oder auch Feldspat. Minerale der Klasse 6 sind mit einer Stahlfeile ritzbar Feldspat ist ein wichtiger Ausgangsstoff in der Porzellanherstellung. Auch bei der Herstellung von Steinzeugfliesen kommt Feldspat zur Verwendung. Die Dentalmedizin nutzt Feldspat bei der Herstellung von Zahnersatz.

Quarz bestimmt die Klasse 7. Härter als Fensterglas, eignet sich Quarz als preiswertes Schneidewerkzeug in der Glasverarbeitung. In nahezu allen Produktionsabläufen, in vielen Bereichen des Handwerks und weitreichenden Felder der Technik ist Quarz unverzichtbar.

Der Topas referenziert die Härte 8.   Er ist in reiner Form ein beliebter und wertvoller Schmuckstein
Korund mit der Härte 9 ist bereits schwer zu bearbeiten. Verwendung findet er unter anderem in der Herstellung von Schleifscheiben.  Reiner Korund wurde traditionell als Saphirglas bei hochpreisigen Uhren verwendet. Hochbeanspruchte technische Keramik wird unter Verwendung von Korund hergestellt, und als Zuschlagsstoff für Hartbeton und zu Produktion hochwertiger Keramikfliesen kommt das Mineral ebenso zum Einsatz.


Achat

Der Diamant bestimmt schliesslich das obere Ende der Mohsskala. Mit der Klasse 10 ist der Diamant das härteste natürlich vorkommendes Mineral.

Edelsteine in Rundschliff, also einer kugel- oder linsenförmigen Oberfläche sind meist weniger effektvoll als die vielfältigen Formschliffe, bei denen Planflächen zueinender in fest definierten Winkeln stehen. Bevorzugt werden daher Formen geschliffen, welche die Lichtreflexion erhöhen und sich an der inneren Struktur des Materials orientieren. Mittels ausgefeilter Poliertechniken gelingt es, den Glanz zu verstärken. Die besonderen Schlifftechniken bestimmen dabei oft die Bezeichnung des fertigen Produkts. So spricht man beispielsweise bei in Brillantschliff geschliffenen Diamanten von Brillanten.



Rosenquarz