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Natur
Hauptseite Dachschiefer
Die Natur ist der ursprüngliche Lieferant aller Baustoffe. Die Nutzung naturgegebener Behausungen wie Höhlen oder Felsnischen waren wohl die ersten Formen des Wohnens. Wohnraumgestaltung fand mit weitgehend unbearbeiteten Naturmaterialien statt. Die Bearbeitung von Holz und Naturstein führte zu den Baustoffen der frühen Menschheit. Handwerklich verarbeitete Grundstoffe kennt man aus allen Hochkulturen und den entwickelten Zivilisationen. Eine Vorform unseres heutigen Betons war bereits bei den Römern in Gebrauch, und Formsteine aus Lehm nutzte man überall, wo der Rohstoff verfügbar war. Aus industriell weiterverarbeiteten Rohstoffen werden heute die unterschiedlichsten Bauteile gefertigt. Letztlich stammen aber alle Materialien aus der Natur, und zur Gewinnung der begehrten Ausgangsstoffe wurde die Natur schon immer mehr oder weniger ausgebeutet.
Vielerorts hinterliess der Abbau von Rohstoffen Spuren auf Jahrhunderte hinaus, die oftmals mit nachhaltigen, oft sehr negativen Veränderungen für die Umwelt einhergingen. Erst seit wenigen Jahrzehnten wird ökologische Verträglichkeit berücksichtigt.
Nur in recht wenigen Bereichen der Rohstoffgewinnung waren die Gewinnungsmethoden schadlos. Nachhaltige Waldwirtschaft ist schon aus ökonomischen Gründen in vielen Regionen seit Generationen eine Selbstverständlichkeit. Steinbrüche zur Gewinnung von Naturstein renaturieren sich meist recht schnell, da der Abbau ohne nennenswerte Einbringung von Fremdstoffen erfolgt. Ein deutliches Beispiel zeigt sich im Schieferbergbau. Erschöpfte Abbaue wurden ohne Altlasten zu hinterlassen stillgelegt, und die Abraumhalden wurden sehr schnell von der Natur zurückerobert.