andere Themen
Touristik
Hauptseite Dachschiefer
Zu den attraktivsten Touristikregionen gehören die Deutschen Mittelgebirgslandschaften mit ihren Schiefergebieten im Hunsrück, entlang der Mosel, im Sauerland und in Thüringen. Geprägt von waldreichen Höhenzügen, kleinen verträumten Tälern, von Bachläufen ins Gestein geschnitten und den oft sehr ursprünglich gehaltenen Dörfern, in denen traditionelle Schieferdächer und mit Naturschiefer verkleidete Fassaden von einer langen Geschichte des Schieferbergbaus erzählen. In so gut wie jeder Familie arbeiteten Vorfahren untertage, und einige Wenige führen die verbliebenen Produktionsbetriebe fort.
Schieferdecker ist noch heute ein hoch spezialisierter Beruf guten Ansehens. Erfahrene Schieferdecker sind gefragte Spezialisten. Sie beherrschen eine Vielfalt von Deckungsarten. Moderne Schieferdeckungen sind weit einfacher umzusetzen als eine Altdeutsche Deckung oder die Schaffung kunstvoller Ornamentdeckungen.

Wer als Urlauber in diesen Schieferregionen genauer hinsieht, entdeckt recht bald die Unterschiede zwischen den verschiedenen Deckungsarten. Schnell erkennt man auch die oftmals sehr deutlichen Unterschieder zwischen dem in den 60er- bis 70er-Jahren hin und wieder verwendeten Kunstschiefer und richtigem Naturschiefer.
Aus Kostengründen wurde eine Zeit lang vereinzelt "nachgemachter" Bitumen/Asbestschiefer verwendet. Dieser war weder dauerhaft farb- noch wetterfest, und sorgte später für grosse Probleme beim Versuch einer umweltgerechten Entsorgung.
Da man bereits nach wenigen Jahren von diesem Material wieder abkam, halten sich derlei Bausünden in Grenzen.
Naturschiefer wurde durch qualitativ hochwertige Importe in den letzten Jahrzehnten preiswerter. Daher werden auch aktuell die meisten Neubauten in den Schieferregionen wieder mit Naturschiefer gedeckt.

Hunsrücklandschaft
Schieferhalde
Schieferhalde im Wald
In nahezu allen Schieferregionen fand der Abbau von Schiefer untertage statt. Einzig die Abraumhalden mit Schieferbruch, die sich vor den Stollenausgängen aufschichteten, zeugen von der früheren Bergbauaktivität. Die Halden haben sich grossenteils längst renaturiert. Vereinzelt entdeckt der Besucher in der Region noch die eine oder andere Waldlichtung an steilen Hängen, deren dunkle Färbung verrät, dass sich hier der Abraum einer Schiefergrube schichtet.
Die meisten ehemaligen Schiefergruben sind auch für aufmerksame Wanderer und Spaziergänger in der Natur kaum auszumachen.
Einige der Gruben wurden zu Besucherbergwerken ausgebaut. Dort erfährt der Besucher interessantes zu Arbeitsweise und Historie von Schieferbergwerken.
Bei Naturfreunden und lokalhistorisch interessierten Urlaubern sind Deutsche Schiefergebirge sehr beliebte Reiseziele.
Aber nicht nur die Schieferbergwerke bieten sich zur Besichtigung an. Auch Erzgruben oder gar Edelsteinminen finden sich in den Mittelgebirgen. Die Edelsteinschleifereien des Hunsrück in und um Idar-Oberstein sind touristisch und wirtschaftlich von Bedeutung. Sie zeigen die Entwicklung der Edelsteinverarbeitung lückenlos über Jahrhunderte hin bis in die Gegenwart auf. Unterkünfte finden Urlauber in privaten Ferienwohnungen und Ferienhäusern sowie in Hotels und Pensionen oder auf einem der Campingplätze.