Zootiere

Fast jede grössere Stadt verfügt über einen Zoo. Zoologische Gärten sind ein Publikumsmagnet, besonders für Familien mit Kindern. Das Bemühen um den Betrieb und Erhalt solcher Einrichtungen kann kaum hoch genug geschätzt werden, sind es doch gerade die Zoos, in denen der Brückenschlag zwischen städtischem Umfeld und Natur begonnen werden kann. Der Bezug zur Kreatur und die Achtung vor der Tierwelt entwickeln sich besonders bei Kindern durch den immer wiederkehrenden Kontakt zu Tieren. Ein Zoobesuch sollte Belohnung und Vergnügen sein, kein Zwang.
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Zoos sind praktisch ausnahmslos auf Familienbesuch eingestellt. Viele Anlagen bieten besondere Programme, die auf den Wissensbedarf von Kindern abgestimmt sind. Auch die räumlich nahe Haltung von bekannten und geläufigen Haustieren mit exotischen Arten schafft die Grundlage, die Natur als Gesamtheit zu erfahren und zu begreifen. Durch die Einbindung von botanischen Abteilungen entsteht ein Gesamtbild, das ein Allgemeinverständnis für Flora und Fauna fördert.





Gut strukturierte Zoos binden in die Thematik auch zeitgemässe Aspekte von Natur- und Umweltschutz ein und unterstützen damit die frühzeitige Sensibilisierung gegenüber diesen Themen.
Allgemeine Naturkunde oder Paläontologie sind eigentlich Bereiche, die von Fachmusseen gedeckt werden, manchmal findet sich aber auch die Möglichkeit, solche Mussen in räumlicher Einheit oder in unmittelbarer Nähe zu etablieren.
Diese sehr wünschenswerte Kombination wurde beispielsweise in Stuttgart realisiert, wo der berühmte Zoo "Wilhelma" direkt in den benachbarten Rosensteinpark übergeht, in dem sich das Museum für Naturkunde befindet.

Das Bild zeigt den Eingangsbereich des grosszügigen Geländes der Wilhelma in Stuttgart.

Auch im Urlaub ergeben sich Gelegenheiten, einen Zoo zu besuchen. Natürlich haben Giraffen überall lange Hälse, dennoch unterscheiden sich Zoos in verschiedenen Ländern doch erheblich. Ein befahrbarer Safaripark, wie im südfranzösischen Sigean im Languedoc am Mittelmeer, bietet dem Besucher frei laufende Grosskatzen sowie anderes Grosswild, welches eigentlich in Afrika beheimatet ist. Das wird in einem Mitteleuropäischen Park schon schwierig.


Auch die Freilandhaltung mediterraner Schildkrötenarten lässt sich nahe der spanischen Grenze besser realisieren.

Bilder oben:
Vallée des Tortues im Département Pyrénées-Orientales

Zoologische Gärten beherbergen nicht nur Exoten, deren Haltung zu Hause oft nicht zu vertreten ist. Viele Arten, die der Zoobesucher findet, werden ebenso von privaten Tierfreunden gehalten. So auch eine Vielzahl von Schildkrötenarten.
Aber auch bei Schildkröten gilt, wie für die meisten Tiere, deren natürlicher Lebensraum eigentlich nicht das heimische Wohnzimmer ist, dass es grosser Sachkenntnis bedarf, um diesen "Haustieren" ein vernünftiges Lebensumfeld zu schaffen.




Überraschung am Urlaubsort :


mitten in einer südfranzösischen Feriensiedlung war dieser ungewöhnliche Gast anzutreffen. Ungerührt von der Anwesenheit der Urlauber besuchte dieser Pfau verschiedene Terrassen und schien eher neugierig als hungrig. Vermutlich aus privater Haltung, schien das vorwitzige Federvieh keinerlei Scheu vor Menschen zu haben.



Da sich Pfauen ganz gerne von Beeren, Samen und Früchten ernähren, gleichzeitig aber Toast, Wurst, Käse ebenso vertilgen, gibt es in der Nähe des Menschen immer einen geeigneten Mittagstisch. Auch Insekten und kleine Wirbeltiere, also durchaus mal auch eine Maus stehen auf der Speisekarte. Selbst vor kleineren Giftschlangen haben sie keine Achtung.
Hin und wieder gibt es noch ein paar Insekten.

Wählerisch ist der Pfau also keinesfalls, daher brauch man sich um sein Wohlbefinden auch keine Sorgen zu machen. Die meisten Pfauenarten sind selbst im Winter unempfindlich. So lange es frostfrei bleibt, reicht den Pfauen als Schlafplatz ein Baum oder eine ruhige Ecke im Garten. Unter null Grad ist ein Stall oder eine offengelassene Gartenhütte der Schlafplatz der Wahl.
Sind diese Riesenvögel entsprechend gut an den Menschen gewöhnt, können sie ganz schön aufdringlich werden.
 


Qualle am Atlantikstrand

Fast jeder Zoo bietet auch ein Aquarium. Viele kennen mehr oder weniger gut das eine oder andere Süsswasseraquarium von zu Hause oder bei Bekannten. Wer sich mit Aquarien intensiver befasst, weiss um den hohen Aufwand, den diese kleinen Biotope verursachen. Noch weit höher sind die Anforderungen an ein Salzwasser- oder Meerwasseraquarium. Die Meerwasseraquarien der Zoos werden mit einem ganzen Stab spezialisierter Mitarbeiter betrieben, um optimale Lebensbedingungen für allerlei Meerestiere zu simulieren.
In freier Natur lassen sich Meerestiere bestenfalls von wenigen Tauchern so gut beobachten wie in der Aquariumsabteilung eines Zoos. So nah wie am Aquarium kommt man Meeresbewohnern ansonsten nur ungewollt. Die Begebnung mit Quallen in Strandnähe ist selten angenehm und kann sogar gefährlich werden. Auch an Stränden, die allgemein als nahezu quallenfrei gelten finden sich in den frühen Morgenstunden hin und wieder über Nacht angeschwemmte Exemplare dieser vielfältigen Spezies.
Viele Vogelarten, wie hier diese Strandläufer lassen sich in freier Natur mit etwas Glück beobachten. Oft bedarf es grosser Geduld, bis die gesuchte Vogelart sich blicken lässt. Zufallsentdeckungen sind meist schwer zuzuordnen, und wer Vögel in der Natur beobachten möchte, sollte Informations- und Bildmaterial bereit haben, um eine Artenbestimmung zu ermöglichen. Im Zoo ist das weit einfacher, da die Erklärungen am jeweiligen Gehege gegeben werden. Um das Auge zu schulen und ein Grundwissen zu erwerben, sind Zoobesuche eine gute Grundlage.
In Natur- und Vogelschutzgebieten finden sich vielerorts Beobachtungsstationen, die weitreichende Informationen zu den jeweils heimischen Arten geben.

Strandläufer am Atlantik in Westfrankreich