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Stachelschriften
...aus Magazin blickwinkel - Ausgabe März 2015
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Große Vorbilder

Wer sind die Ewig Gestrigen von Dresden ?

In unseren Schulen recht bald den Islamunterricht flächendeckend einzuführen, scheint langsam zum Konsens innerhalb der regierenden Parteien zu werden.

Bis hinein in Oppositionskreise, sofern sie denn existieren, gelangen immer mehr Volksvertreter zu der Überzeugung, dass die Erteilung islamischen Religionsunterrichts ein wichtiger Schritt zur Integration sei.

Zum erfolgreichen Umbau des bestehenden Systems ist es geradezu zwingend notwendig, auch für die Ausbildung weiterer Imame zu sorgen.


In einer Gesellschaft, die offen gegenüber der Einwanderung und Aufnahme von Mitgliedern anderer Kulturkreise sein will, ist es unabdingbar, deren Gebräuche zu fördern und zu respektieren.

Das gilt insbesondere für deren Religion, besonders dann, wenn diese für das Leben der Zugewanderten von so grosser Bedeutung ist, wie im Falle des Islam.

Gerne vergessen wir dafür auch jegliche Bezüge zu unserer eigenen Geschichte.


Wie wollen wir als Europäische Merheitsgesellschaft, die wir auf diesem Kontinent nun mal immernoch sind, eine Integrationsleistung seitens immigrierter oder auch hier geborener Muslime erwarten, wenn diese unsererseits nicht wenigstens in ihrem zentralsten Bedürfnis, ihren Glauben zu pflegen, die größtmögliche Unterstützung erfahren.


Am deutlichsten formuliert werden die Forderungen nach Imamschulen bzw. Koranschulen seitens des mittleren bis linken Parteienspektrums. Der andere politische Flügel zeigt sich da eher zurückhaltend, und die wenigen, wie man gerne so sagt, ganz am rechten Rand verbliebenen, lehnen solche Bestrebungen gar ab.


Wäre es nicht ein schönes Zeichen des Willkommens, seitens des Deutschen, wenn nicht gar aller Europäischen Staaten, für die Ausbildung von Islamgelehrten in ausreichender Zahl sorgezutragen ?

Gerade in Dresden wäre dies ein deutliches Signal an die muslimischen Mitstreiter für eine bessere Zukunftsgesellschaft. Schließlich erwarten wir Alle, dass die Muslime sich mit Motivation und Leistung einbringen.

Ihnen Geistliche zur Seite zu stellen, sollte doch unser Gebot sein, wenn es darum geht, deren größtmögliche Motivation zu wecken.


Und hier haben zahlreiche Städte, so auch ganz besonders Dresden, alleine schon historisch gesehen eine Riesenchance.
Gerade in Dresden besteht die Möglichkeit der geschichtlichen Anknüpfung an eine Zeit, in der sich eine grandiose Kooperation mit dem ach so großartigen Islam eine leider schon fast vergessene Tradition stützt.


aber das hat natürlich nichts mit dem Islam zu tun



Gab es doch hier in der Dresdner Innenstadt schon vor 1945 eine damals sogenannte Mullahschule, in der Imame ausgebildet wurden.
Wie vorbildlich !
Unterstützt und getragen von der Deutsch-Morgenländischen Gesellschaft (DMG) gab es solche Ausbildungsstätten u.a. auch in Guben und in Göttingen. Im ostsächsischen Kurort Oybin waren islamische Würdenträger gerne zu Gast.


Bereits unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Muslime Zuflucht in den Zonen der Westalliierten.
Die damals Muslimflüchtlinge genannten Schutzsuchenden fanden ihre neue Heimat grossenteils in Süddeutschland.
1951 organisierten sie sich in der in München gegründeten 'Geistlichen Verwaltung der Muslimflüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland e.V.'





Der Verein kümmerte sich in zahlreichen süddeutschen Städten sehr bald um Religionsunterricht für muslimische Kinder.
Nürnberg und München erhielt bereits in dieser Zeit zwei Imame.

Es entstand das Magazin 'Al-Muhadschirun' (Die Flüchtlinge).
Aktivitäten in Augsburg, Bamberg, Dieburg, Erlangen, Forchheim, Neu-Ulm, Nürnberg, Osnabrück, Pforzheim, Schwabach, Waldkraiburg.


Ja - der Islam gehört zu Deutschland

Das hat wohl Tradition !


weiterführende Quellen-Empfehlung
Die 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS 'Handschar' bestand großenteils aus bosnischen Muslimen.
(Division von Freiwilligen) Der Autor Zvonimir Bernwald war Dolmetscher im Divisionsstab.