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Schiefer und andere Natursteine, Herkunft, Geologie, Verarbeitung, Verwendung





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Schiefer-Naturstein

Transparenter Naturstein Farbiger Naturstein Weisser Naturstein      
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Verwendungsbeispiele für verschiedene Natursteine als Baumaterial, zur dekorativen Innengestaltung und Naturstein im Garten
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Verarbeitungshinweise, Pflegetips, Versiegeln und Imprägnieren von verschiedenen Natursteinen
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Naturstein

Nicht nur beim Neubau von Gebäuden, auch im Bereich von Sanierung und Renovierung ist der Trend zurück zum Naturstein unverkennbar. Immer mehr Baustoffe sind naturbelassen oder zumindest natürlichen Ursprungs.

Natursteine sind hochwertige und öklogisch sinnvolle Baustoffe, deren Einsatz sich auch unter Gesundheitsaspekten lohnt. Ein Stück Natur im Haus erhöht den Wohnwert, und Natursteine im Aussenbereich geben dem Gebäude eine harmonische Einbindung in die Umgebung.



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Natursteine entstanden im Laufe von Jahrmillionen auf unterschiedlichste Weise.
Aus Ablagerungen wurden Sedimentgesteine, vulkanische Aktivität brachte Magmatische Gesteine hervor und aus weiter folgenden Umwandlungsprozessen entstanden die sogenannten Metamorphen Gesteine.



Magmatische Gesteine sind Erstarrungsgesteine. Sie entstehen beim Erkalten von Magma. Erstarrt das Material bereits in einer Tiefe von mehr als 5 km, bezeichnet man die entstehenden Gesteine als Tiefengestein, Plutonit oder Intrusivgestein. Abhängig von der Abkühlungszeit entstehen dabei mehr oder weniger grosse Mineralkristalle.


Plutonite sind Granit, Granodiorit, Syenit, Diorit, Tonalit, Monzonit oder Gabbro. Das Magma bildet Gesteinsmassen ( Plutone), die weit mächtiger sein können als die der Ergussgesteine. Diese entstehen, wenn Magma in flüssigem Zustand zu Tage tritt. An der Erdoberfläche erkaltet das Material weit schneller als unterhalb der oberen Erdschichten und bildet dann eine Vielzahl kleinerer Kristalle. Beispiele sind Basalt, Andesit, Rhyolith und Trachyt. Auch können auch verglasungen auftreten wie beim Obsidian.

Metamorphe Gesteine sind Umwandlungsgesteine, die aus älteren Gesteinen durch Metamorphose hervorgegangen sind. Bei der Umwandlung unter hohem Druck und hoher Temperatur verändert sich die mineralische Zusammensetzung des Gesteins. Diese Vorgänge werden durch grosse Tiefen, vulkanische Aktivität oder auch durch einen Meteoriteneinschlag gefördert werden. So entstanden aus Quarzsanden Quarzite oder Kalksteinene wurden zu Marmor. Bei der Auffaltung zu Gebirgen sind es die Druckverhältnisse, die zu Metamorphosen führen können; Infolge der starken Kompression finden Rekristallisationen statt und es können sich Schieferungen bilden. So wandeln sich auch tonige Sedimente zu Schiefer, wobei sich auch die zuvor horizontale Lagerung hebt und stehende Gesteinsformationen entstehen. Durch derlei Kompressionen wandeln sich auch magmatische Gesteinene zu Gneis.
Sedimentgesteine sind Ablagerungsgesteine, entstanden durch Verwitterung und Erosion, durch Wind, Wasser oder auch durch den Eisvorschub von Gletschern bzw. Frostsprengungen. Je nach Art der Entstehung unterscheidet man klastische, chemische oder organogene Sedimentgesteine.
Durch hohe Temperaturen und Druck verfestigten sich die Ablagerungen. Rekristallisation und Kompaktion machten aus lockeren und weichen Sediment teils sehr harte bis manchmal auch spröde Sedimentgesteine. Typische Sedimentgesteine sind Sandsteine, Kalksandsteine, Kalksteine sowie verschiedene Konglomerate und Brekzien.
An der Lagenfolge von Gesteinsschichten lässt sich eine Altersbestimmung nur bedingt vornehmen. Zwar lagerten sich die Ausgangsstoffe regelmässig übereinander ab, aber durch Faltungen und Überschiebungen grosser Massen haben sich die Lagen verändert.
So können höherliegende Schichten durchaus jünger als tieferliegende sein. Sedimentgesteine waren in ihrer Entstehung starken Kräften ausgesetzt, sodass vormals flachen Schichtungen zu ganzen Gebirgen aufgefaltet und gekippt wurden. Gut erkennbar ist dieser Vorgang der Schräglagerung von Gesteinsschichten in den Schieferregionen der Rheinischen Mittelgebirge. - Hunsrück -
Fanden die geschichteten Ablagerungen auf dem Festland oder in Binnengewässern statt, spricht man von terrestrischen oder auch Landsedimenten, im Gegensatz zu den marinen oder auch Meeressedimenten.  
Maritime Sedimente können unterschiedlichen Ursprungs sein. Mögliche Ausgangsstoffe sind Ablagerung von Erosionsmaterial anderer Gesteine vom Festland, die durch Verwehung oder den Eintrag durch Flüsse ins Meer gelangten, oder Ausfällung von Karbonaten oder auch Ablagerungen von Resten und Partikeln verschiedener Lebewesen wie Skelette von Mikroorganismen.